Idemo by Windrush und sein Stoffdouble

Idemo by Windrush mit seinem Filmdouble in "Ein Hund, zwei Koffer und die ganz große Liebe":

Während Idemo in der Unfallszene brav auf seiner eigenen Rute sitzt, gehört der verletzte Schwanz zu dieser Stoffkatze. Damit die Szene am Ende echt aussieht, muss der Hund das Vertrauen haben, trotz der Hektik um ihn herum still an der Kunstrute sitzen zu bleiben.

Parson Russell Terrier in Film und Fernsehen

Tiere im Film - Pro und Contra

Haustiere sind aus dem Leben in unserem Kulturkreis nicht wegzudenken. Folgerichtig gehören sie auch auf der Leinwand dazu. Kinder und Tiere sind Sympathieträger, durch die sich der Zuschauer oft leichter mit den Protagonisten identifiziert.

Dagegen spaltet die Frage, ob mit einem Tier aus dem realen Umfeld gefilmt werden sollte, die Geister. Während die Einen die Filmwelt verklärt mit allerlei Hollywood-Klischees betrachten, malen die Anderen Teufel an die Wand, weil sie die durch ihre grüne Brille wahrgenommene Wahrheit im Film nicht wiederfinden.

Die Realität zu recherchieren und zu analysieren, ist Aufgabe der Reportage. Spielfilme und Fernsehserien wollen dagegen Illussionen schaffen. Bei Themen, die nicht in unseren unmittelbaren Alltag gehören, ist uns das klar: Polizei- und Detektivarbeit stellen wir uns in der Realität nie so heroisch vor, wie in Tatort & Co dargestellt, und wir wissen, dass im wahren Leben der Gute nicht unverwundbar ist. Geht es dagegen um unser Steckenpferd, werden schnell Rufe laut, die mangelnde Kompetenz kritisieren, den Zuschauern würde ein verklärtes Bild aufgetischt, und am Ende müssten die realen Tiere ausbaden, wenn Leute sie aus einer falschen Vorstellung heraus anschaffen und ihnen dann nicht gewachsen sind.

Auch bei den Parson Russell Terriern wurde die Befürchtung laut, es würde einen Boom auslösen, wenn ein Rassevertreter als Titelheld das Vorabendprogramm im deutschsprachigen Fernsehen füllte. Tatsächlich jedoch ist es die Kunst und Herausforderung der Filmemacher, Trends früh zu erkennen und dem Zuschauer vorzuführen, noch bevor eine modische Erscheinung ihren Höhepunkt erreicht hat. Der Trend zum Parson Russell Terrier war Ursache für seine Nachfrage durch die Produzenten und nicht Wirkung seiner Präsenz auf dem TV-Bildschirm.

Filmarbeiten mit dem Parson Russell Terrier

Inwieweit Filmarbeiten, die über eine kurze Statistenrolle hinausgehen, dem Tier überhaupt tierschutzgerecht abverlangt werden können, hängt von vielen Faktoren ab, die gerade im heutigen Zeitalter des Trickdoggings immer mehr unterschätzt werden, und das, obwohl das grundsätzliche Bewusstsein für tiergerechte Bedingungen insgesamt sehr präsent ist. Vor allem wird unterschätzt, dass ein Hund, der eine Reihe an Tricks durch positive Verstärkung erlernt hat, diese noch lange nicht am Set abrufen können muss. Auch die Rahmenbedingungen müssen passen.

Zunächst einmal sollte sich der Tierhalter, der sein Haustier für Filmarbeiten zur Verfügung stellen möchte, fragen, ob das Tier es überhaupt kennt, mehrere Stunden am Tag im Mittelpunkt zu stehen und Dinge abverlangt zu bekommen. Während für Kinder die zulässige Zeit am Set in Altersstufen kindgerecht begrenzt ist, gibt es vergleichbare Regeln für die Arbeit mit Tieren nicht. Ein Drehtag dauert dabei nicht selten mehr als acht Stunden.

Die Vorbereitung eines Tieres auf die eigentlichen Dreharbeiten beginnt daher optimaler Weise, lange bevor sein eigentlicher Auftritt geplant ist. Erfahrene Filmtiertrainer nehmen den Nachwuchs bei früheren Aufnahmen mit, so dass die Atmosphäre am Set dem Tier vertraut wird. Denn auch was im Film später wie idyllische Einsamkeit inmitten der Natur ausssieht, ist nur das Bild vor der Kamera. Auf der anderen Seite stehen ein mehrere Dutzend Köpfe starkes Filmteam und umfangreiche Technik wie beispielsweise Belichtung, die zu einer nicht zu unterschätzenden Wärmeentwicklung führt. All diese Eindrücke führen dazu, dass die Tiere abgelenkt sind und schnell ermüden, gerade wenn sie nicht die Gelegenheit hatten, das Umfeld vorab kennenzulernen.

Inwieweit sich ein Tier an die Situation am Set gewöhnen kann, hängt sehr stark von seiner Veranlagung ab. Hunde sind vergleichsweise einfach im Handling, weil sie im Allgemeinen dem Menschen gegenüber offen sind und die abgebildeten Situationen ja oft ihrem Lebensalltag entnommen sind. Doch sollte man auch bei ihnen auf die individuellen Charaktere schauen. Eher schreckhaften Vierbeinern, seien sie auch noch so gut trainiert, tut man sicherlich keinen Gefallen damit, wenn man sie ans Set schleppt, wohingegen extrovertierte Typen es regelrecht genießen, die ganze Crew um die Pfote zu wickeln. Eine gute Wesensveranlagung ist für Dreharbeiten unverzichtbar.

Die Aufgaben, die durch das Drehbuch vorgegeben werden, müssen sorgfältig vorbereitet und trainiert werden. Gegenüber Trickdogging ist dabei die räumliche und zeitliche Dimension sehr wichtig. Ein bestimmtes Verhalten muss nicht nur abrufbar sein, sondern so exakt wiederholbar, dass ein Zusammenschneiden der Szenen z. B. aus verschiedenen Kamerapositionen und -einstellungen möglich ist. Daher müssen Bewegungen immer in dieselbe Richtung ausgeführt werden, ein Laufweg etwa muss so exakt eingehalten werden, dass auch kleinere Objekte im Bild ihre relative Position zum Hund behalten. Das Timing muss auf die Szene abgestimmt sein und sich natürlich einfügen.

Immer wieder kommt die Frage auf, ob bestimmte Szenen durch den Einsatz von Beruhigungs- bis hin zu Betäubungsmitteln unterstützt werden können. Leider wird dies auch heute noch viel zu wenig abgelehnt, muss man doch ganz klar sagen, dass solche Maßnahmen verzichtbar sind, wenn genug Sorgfalt der Vorbereitung der Szene sowie der Auswahl und dem Training der Filmtiere galt.

In diesem Zusammenhang muss auch daran erinnert werden, dass der Regisseur das künstlerische Auge des Films ist. Der Tiertrainer hingegen ist Fachsprecher für die ihm anvertrauten Tiere. Seine Aufgabe ist es, herauszuarbeiten, wie das gewünschte Bild tiergerecht herstellbar ist und wie die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen, damit der Drehtag weitgehend stressfrei für alle Beteiligten ablaufen kann.

Filme und Serien mit meinen Parson Russell Terriern

Die Rettungshunde - Hochzeitsreise in den Tod

Darsteller: Florian Weber als Tom Baier, Like'ims Unicus als Toms Hund, Barbara Lanz als Vera Sandner, Idemo by Windrush als Veras Hund, Nikolai Ritzkowsky als Johnny Piehlke, Project Brainstorm Asterias als Johnnys Hund, Mariella Ahrens als Caro Hansen, Uli von Wiesmadern als Caros Hund, Julian Weigend als Markus Teschner, Henning Baum als Kai Berner u. v. m.

Regie: Thomas Nickel
Kamera: Stefan Unterberger
Erstausstrahlung: 13.05.2013, RTL

Ein Hund, zwei Koffer und die ganz große Liebe

Darsteller: Wolke Hegenbarth als Isabelle Meininger, Idemo by Windrush als Isabelles Hund, André Röhner als Daniel Gruber, Daniela Preuß als Suse, Oliver Petszokat als Ben, Dieter Dost als Wallenstein, Peter Gavajda als Pablo Ortegas, Elena Uhlig als Karen Tenardi, Teresa Harder als Carla Meininger, Ilja Richter als Herr Degenhardt

Regie: Oliver Dommenget
Erstausstrahlung: 25.10.2005, SAT.1

Zwei Bräute und eine Affäre

Darsteller: Tanja Wedhorn als Marie Keller, André Röhner als Martin, Doreen Jacobi als Michelle, Daniela Ziegler als Helga Keller, Michael Degen als Albert Keller, Luise Bähr als Lilly, Simon Verhoeven als Oliver Harkort, Peter Hladik als Peter Beck, Zora Holt als Eva Hess, Idemo by Windrush als Hund

Regie: Christoph Klünker
Erstausstrahlung: 05.11.2006, ZDF

Unser Charly

Seit der 8. Staffel (2003) bis zur 16. und letzten Staffel (2012) spielen Idemo by Windrush und Dajajovita van 't Geystersveld in der ZDF-Serie "Unser Charly" mit.

Regie: Franz Josef Gottlieb, Monika Zinnenberg, Christoph Klünker, Axel Hannemann u. a.

Hallo Robbie

Die Anstalt - zurück ins Leben

Die Tierklinik

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Renate Eberts | Züchter von und für Parson Russell Terrier
Nosy Nostril | Liebhaberzucht im Klub für Terrier e. V. (VDH / FCI)
Unsere Welpen des Nosy Nostril A-Wurfes wurden am 25.06.2016 geboren.